Wissenswertes
Sicher online shoppen
Elektronischer Handel, auch Internethandel oder Online-Handel, ist der Einkaufsvorgang via Datenfernübertragung innerhalb der Distributionspolitik des Marketings bzw. des Handelsmarketings. Hierbei wird über das Internet eine unmittelbare Geschäftsbeziehung zwischen und unter Anbieter und Abnehmer abgewickelt.
Im weiteren Sinne umfasst der elektronische Handel jede Art von
geschäftlicher Transaktion, bei der Internet-Anbieter - auch
solche, die keine Handelsunternehmen sind - und Internet-Nachfrager
als Transaktionspartner im Rahmen von Leistungsanbahnung,
-vereinbarung oder -erbringung elektronische
Kommunikationstechniken einsetzen.
Quelle: Wikipedia
Mit rund 7 Milliarden Euro, die allein in Österreich via
Online-Verkauf umgesetzt werden, ist das Internet zu einem sehr
ernst zu nehmenden Vertriebskanal für Einzelhandel und
Dienstleistungen geworden. Europaweit werden bereits über 6 Prozent
des gesamten Einzelhandelsvolumens online umgesetzt.
Während amazon, ebay & Co. sich längst schon über starke
Umsatzsteigerungen freuen, hat die Online-Welle im klassischen
Einzelhandel erst in den vergangenen zwei, drei Jahren begonnen. In
Österreich ist mehr als die Hälfte der Onlineshops auch im
stationären Handel tätig. Derzeit bestehen hierzulande etwa 2.800
Webshops für Endkunden. Wie schwierig das Geschäft ohne
Internetverkauf geworden ist, haben die jüngsten Entwicklungen im
Hause Media Markt/Saturn gezeigt. So schrieben beide
Vertriebslinien Verluste für 2010, den Turnaround will man nun mit
Investitionen im Onlinehandel schaffen. Der Umsatzanteil mit dem
Verkauf von Waren via Internet ist insbesondere im Buch- und
Elektrohandel beträchtlich gestiegen. In manchen europäischen
Ländern liegt der Anteil sogar bei über 20 Prozent.
Grafik RegioData
In Österreich werden rund 2 Milliarden Euro durch den Verkauf
von Waren und Dienstleistungen in Onlineshops umgesetzt. Der Anteil
des Online-Handels am Gesamtumsatz einer Branche ist insbesondere
im Buch- (22 Prozent) und Elektrohandel (16 Prozent) sehr hoch.
Ebenfalls im Sportartikelhandel erreicht der Onlineumsatz rund 7
Prozent, im Bekleidungshandel liegt der Anteil bei 4 Prozent, im
Schuhhandel bei 3 Prozent. Auch auf Versteigerungsplattformen, wie
beispielsweise ebay werden rund 500 Millionen Euro umgesetzt. Für
Reise, Hotel- und Mietwagenbuchungen, Softwaredownloads und
Finanzdienstleistungen (z.B. Aktienkäufe) wurden 2010 rund 4,5
Milliarden Euro online ausgegeben. So beträgt der gesamte
Onlineumsatz in Österreich rund 7 Milliarden Euro.
Zu den fünf umsatzstärksten Online-Portale, bei
denen Herr und Frau Österreicher einkaufen gehören:
- Amazon
- Universalversand
- Eduscho
- Conrad
- Ottoversand
Die vier umsatzträchtigsten Produktsegmente
sind:
- Waren und Dienstleistungen die ins Haus geliefert werden (allen
voran Bücher, CDs, DVDs, Bekleidung, Elektronische Geräte,
etc.)
- Bestellungen und Buchungen für Dienstleistungen außer Haus
(Reisen, Tickets, Hotels, etc.)
- Kostenpflichtige Downloads (Software, Musik, rechtliche
Abfragen, etc.)
- Onlinekonsum von kostenpflichtigen Webinhalten
(Online-Magazine, Medien im Allgemeinen, Filme, etc.)
Die Online-Shopper
Rund 58 Prozent der Österreicher kaufen gerne im Internet ein, das
sei eine Steigerung um vier Prozentpunkte innerhalb der vergangenen
12 Monate. Besonders Männer shoppen gerne online, ebenso Personen
zwischen 20 und 29 Jahren und Menschen mit hoher Bildung und
Einkommen, geht aus der Befragung des Austrian Internet Monitor
(AIM) hervor. Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass
Burgenländer und Tiroler noch am zurückhaltendsten im Internet
einkaufen.
Risiko Online-Shopping
Online-Shopping ist in den vergangenen Jahren sicherer und
kundenfreundlicher geworden, ergab der "E-Commerce-Vertrauensindex"
des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens - eine Internetumfrage
unter 900 Österreichern, die bereits einmal im Netz eingekauft
haben. Reibungslos verläuft das virtuelle Shopping aber nicht:
Jeder dritte Befragte hatte schon einmal Schwierigkeiten. Die
häufigsten Ursachen waren Lieferverzögerungen (57 Prozent) und
Ware, die nicht den Erwartungen entsprach (34 Prozent).
Auch mit Bestellungen, die bezahlt, aber nicht geliefert wurden
(28 Prozent), oder mit schadhafter Ware (27 Prozent) hatten die
Österreicher ihre Wickel. Einige sahen sich mit überraschenden
Zusatzkosten (22 Prozent) konfrontiert oder ärgerten sich über die
ungewollte Verwendung persönlicher Daten (21 Prozent).
EU-Harmonisierung im Konsumentenrecht
Zurückhaltung herrscht immer noch, wenn die Shops im Ausland
liegen, da sich die Konsumenten über die rechtliche Lage im
Unklaren sind. Daher wurde von der EU Anfang Oktober EU-weite
Standards beschlossen. So gibt es in Zukunft überall in der EU ein
Widerrufsrecht von 14 Tagen, gleich ob im Internet oder an der
Haustür eingekauft wird. Wenn ein Verkäufer den Kunden nicht über
dieses Recht informiert, verlängert sich die Rückgabefrist
automatisch auf ein Jahr.
Auch den Kostenfallen im Internet wird ein Riegel vorgeschoben:
Der Verbraucher muss ausdrücklich bestätigen, über den Preis
informiert worden zu sein. Bei telefonisch abgeschlossenen
Fernabsatzverträgen können die Mitgliedsstaaten eine nachträgliche
schriftliche Bestätigung durch den Verbraucher vorsehen.
Vollharmonisierung bringt Nachteile
Diese Regeln sind aus der Sicht der Arbeiterkammer zu begrüßen.
Die AK-Konsumentenschützerin Jutta Repl kritisiert jedoch die
Vollharmonisierung der Konsumentenvertragsrechte. Das heißt: Die
Mitgliedsstaaten dürfen künftig kaum mehr strengere nationale
Konsumenten-Regeln mehr machen.
Die Vollharmonisierung bedingt auch, dass einige bessere nationale
Regeln auf der Strecke bleiben werden. So sind etwa beim
Haustürgeschäft viele neue Ausnahmen vom Rücktrittsrecht eingeführt
worden", so Repl.